Im Ortsteil Misumi von Hamada wird seit rund 1.300 Jahren Papier von Hand geschöpft. Sekishu-Washi ist so fest, dass Kaufleute in Osaka ihre Geschäftsbücher darauf führten, und so leicht, dass die Kagura-Masken und die meterlangen Drachenschlangen daraus gebaut werden.
UNESCO-Kulturerbe
2014 wurde Washi, die japanische Kunst des handgeschöpften Papiers, in die Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen. Sie umfasst nur drei Papiere aus ganz Japan, und Sekishu-Banshi (石州半紙) aus Hamada ist eines davon.
Wie es gemacht wird
Grundlage ist Kozo, der Papiermaulbeerbaum, der drei Jahre wächst, bevor er geerntet wird. Anders als anderswo bleibt ein Teil der äußeren Rinde in den Fasern. Das macht das Papier besonders zäh. Geschöpft wird im japanischen Nagashi-zuki-Verfahren, bei dem die Faserbrühe immer wieder über das Sieb geschwenkt wird, bis sich eine gleichmäßige Schicht bildet.
Heute wird Sekishu-Washi vor allem für Shōji-Schiebetüren, für Kalligrafie und Malerei sowie für Karten und Umschläge verwendet. Seit 1989 ist es offiziell als traditionelles Handwerk Japans anerkannt.
Washi sehen und kaufen
In Misumi steht das Sekishu-Washi-Kaikan (石州和紙会館), das Haus der Papiermacher. Dort können Sie die Arbeit kennenlernen und Papier und Papierwaren direkt bei den Herstellern kaufen. Ob und wann Sie selbst ein Blatt schöpfen können, kläre ich gerne vorab für Sie.
Ein Besuch bei den Papiermachern?
Ich helfe bei Anfahrt, Terminen und Verständigung, auf Deutsch.
Quellen: Bunka Online – Sekishu-Banshi · Präfektur Shimane – Sekishu-Washi · Tourismusverband Hamada – Iwami Kagura (PDF)