Hamada ist eine Hafenstadt am Japanischen Meer. Vom Ufer, von der Mole und vom Boot aus beißen Makrelen und Tintenfisch, und das Beste daran: Am Meer brauchen Sie in Japan keinen Angelschein.
Am Meer: kein Schein, keine Gebühr
Wer in Japan als Freizeitangler mit Rute oder Handleine im Meer angelt, braucht dafür weder einen Angelschein noch eine Erlaubnis. Sie kaufen Ihre Ausrüstung, gehen an die Küste und fangen an.
Anders an Flüssen und Seen: Dort verwalten örtliche Fischereigenossenschaften (漁協, Gyokyō) die Gewässer und verkaufen Tages- oder Jahreskarten (遊漁券, Yūgyoken). Die gibt es meist im Angelladen oder Laden in der Nähe des Gewässers.
Was erlaubt ist und was nicht
Die Präfektur Shimane erlaubt Freizeitanglern unter anderem:
- Rute und Handleine
- Kescher und Handnetz
- Wurfnetz, aber nur vom Ufer, nicht vom Boot
Verboten sind für Freizeitangler zum Beispiel Reusen und Fallen, Langleinen, Reißhaken, Schleppangeln sowie Tauchen mit Ausrüstung und Harpunen.
Finger weg von Muscheln, Meeresschnecken, Seeigeln und Oktopus. Sie gehören an den meisten Küsten zu den Fischereirechten der örtlichen Fischer. Wer sie sammelt, wildert, auch als Tourist. Die Strafen in Japan reichen bis zu drei Jahren Haft oder 30 Millionen Yen.
In vielen Hafenbereichen ist das Angeln oder schon das Betreten verboten. Achten Sie auf Schilder mit 釣り禁止 (Angeln verboten) und 立入禁止 (Betreten verboten).
Egi: ein Köder mit Geschichte
Wer in Japan auf Tintenfisch angelt, benutzt Egi (餌木), wörtlich „Köderholz“. Ein Egi sieht aus wie eine kleine, bunte Garnele mit einem Kranz aus Haken am Ende. Ursprünglich wurde er aus Holz geschnitzt, heute meist aus Kunststoff.
Der Überlieferung nach stammt er aus Satsuma, dem heutigen Kagoshima, aus der Edo-Zeit: Fischer sollen beobachtet haben, wie sich Tintenfische an eine ins Meer gefallene Fackel klammerten. Die Grundform hat sich seitdem kaum verändert. Die Angelmethode damit heißt in Japan Eging.
Ein Egi ist übrigens auch ein schönes Mitbringsel für jeden Angler zu Hause.
Wo, wann, womit?
Welche Stellen gerade gut sind, wo Sie Ausrüstung bekommen und welche Saison läuft, sage ich Ihnen gerne persönlich, auf Deutsch.
Quellen: Präfektur Shimane – Regeln für Freizeitangler · TSURI HACK – Geschichte des Egi